Vier Radrennfahrer dicht beieinander

Die Profi-Radfahrer der Deutschland Tour 2019 starten ihre zweite Etappe am Freitag in Marburg. Während es für die Profis durch Mittel- und Nordhessen bis nach Niedersachsen geht, wird in der Stadt an der Lahn ab dem Vormittag gefeiert. Autofahrer müssen sich auf Verkehrsbehinderungen einstellen.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Deutschland-Tour: Zweite Etappe startet in Marburg

Radrennfahrer fährt an Marburger Elisabeth-Kirche vorbei
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Die Deutschland-Tour gilt als wichtigstes deutsches Fahrradstraßenrennen im Männer-Profisport. Im Vergleich zur Tour-de-France fällt das Rennen zwar etwas kleiner und kürzer aus, trotzdem fährt die weltweite Fahrrad-Elite mit. Mit an den Start gehen rund 130 Sportler. Darunter sind zum Beispiel der Führende der Weltrangliste, Julian Alaphilippe, aus Frankreich, der belgische Nachwuchsstar Remco Evenepoel und der deutsche Tour-de-France-Viertplatzierte Emanuel Buchmann.

Das Rennen startet am Donnerstag in Hannover, die zweite Etappe beginnt am Freitag in Marburg. Rund um das Spitzensport-Event werden Teile der Innenstadt gesperrt, außerdem gibt es ein umfangreiches Rahmenprogramm mit einem "Fest des Radfahrens" und verschiedenen sportlichen Aktivitäten für Radfreunde.

Die Rennstrecke

Vier Bundesländer in vier Tagen werden durchfahren, am Freitag führt die Tour durch Mittel- und Nordhessen, Etappenstart ist Marburg. Etappenziel ist nach etwa 200 Kilometern das niedersächsische Göttingen. Das Rennen beginnt um 11.50 Uhr vor dem Marburger Kunstmuseum in der Biegenstraße mit dem sogenannten "Einrollen". Die Profis fahren im geschlossenen Verband mit einer Geschwindigkeit von etwa 20 Stundenkilometern durch die Innenstadt, dabei kommen sie unter anderem an der berühmten Elisabethkirche vorbei und fahren über Marburg-Wehrda weiter in den Nachbarort Cölbe (Marburg-Biedenkopf).

Menschen feuern vorbeifahrende Radrennfahrer am Straßenrand an

Um 12.05 Uhr erfolgt dort der "Scharfe Start". Über Rauschenberg-Bracht, Rosenthal und Frankenberg geht es weiter Richtung Waldeck, Zierenberg (Kassel) und Hannoversch-Münden bis nach Göttingen. Die erwarteten Durchschnittszeiten liegen zwischen 40 und 44 Stundenkilometer - je nach Geschwindigkeit wird daher mit einer Ankunftszeit zwischen 16.40 Uhr und 17.08 Uhr am Etappenziel gerechnet

"Fest des Radfahrens" in Marburg

Die Stadt Marburg blickt mit Vorfreude auf das besondere Sportereignis und hat ein großes Rahmenprogramm organisiert. Ab 10 Uhr steigt ein "Fest des Radfahrens" rund um die Biegenstraße, wo schon am Vormittag die Busse der Profis stehen.

Beim Fest gibt es zum Beispiel eine Offroad-Fahrradshow, ein Laufrad-Rennen für Kinder und kostenlose Angebote für wie eine Fahrrad-Waschanlage und Fahrrad-Checkups. Das Marburger Sportamt hat außerdem mit ortsansässigen Radhändlern eine Ausstellung organisiert. Mehrere örtliche Radsportvereine bieten am Freitag verschiedene Radtouren für Hobby-Fahrer an, mit Strecken zwischen 40 und 130 Kilometern und unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden.

Straßensperrungen

Rund um den Start wird ein großräumiger Bereich in der Marburg Innenstadt gesperrt. Die Biegenstraße und die Deutschhausstraße werden zwischen 6 und 15 Uhr zwischen den Stichstraßen Wolfstraße und Bunsenstraße komplett gesperrt. Ab 9 Uhr wird der Bereich noch bis zum Gerhard-Jahn-Platz erweitert. Autofahrer müssen Umleitungen über Parallelstraßen nehmen, teilweise auch auf die andere Lahnseite ausweichen. Von den Sperrungen ist auch der Stadtbusverkehr betroffen.

Alle Infos über den Verkehr in Marburg finden Sie hier.

Eine Streckenkarte der zweiten Etappe zwischen Marburg und Göttingen

Im weiteren Rennverlauf gibt es "mobile Sperrungen", die mit dem Renntross bis nach Göttingen wandern: Die betroffen Straßen werden etwa 15 Minuten vor Eintreffen der Fahrer mit von ehrenamtlichen Streckenposten oder Polizisten gesperrt und kurz danach wieder freigegeben. Insgesamt sind bei der Deutschland-Tour etwa 3.000 Streckenposten im Einsatz. Der Tross wird zudem von einer Motorradstaffel der Polizei begleitet.

Das Rennen führt hauptsächlich über kleinere Landstraßen. Nur auf kurzen Abschnitten sind auch Bundesstraßen betroffen: Etwa die B252 zwischen Frankenberg und Schmittlotheim, die B450 bei Balhorn sowie an der hessisch-niedersächsischen Landesgrenze die B3 zwischen Wilhelmshausen und Scheden. Eine interaktive Sperrkarte zeigt während des Rennens die aktuelle Sperrsituation.

Sendung: hr4, 29.08.19, 16.30 Uhr