Collage mit Jubelposen von Ante Rebic
Polarisierend bis provozierend: Ante Rebics Jubel-Posen während der Partie in Mannheim Bild © Imago/Collage: lestemag.de

Erst Wahnsinn, dann Genie: Gegen Waldhof Mannheim zeigt Eintracht Frankfurts Ante Rebic seine zwei Gesichter. Die Zukunft des Kroaten ist weiterhin ungeklärt. Nun bezog Sportvorstand Fredi Bobic Stellung.

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Jetzt also Mailand. Der AC nämlich, einst einer der hellsten, mittlerweile aber leicht gedimmter Stern am Fußballhimmel, soll laut Tuttosport nun ebenfalls großes Interesse an Eintracht Frankfurts Ante Rebic haben. Wie zuvor schon Stadtrivale Inter oder auch Atletico Madrid. Mailand oder Madrid, um mal eine alte Frankfurter Fußballweisheit zu bemühen, Hauptsache Wechsel? Mitnichten. Eine Woche vor Bundesligaauftakt und drei Wochen vor Schließung des Transferfensters kickt Ante Rebic noch immer für Eintracht Frankfurt. Und wie.

Beim spektakulären 5:3-Sieg der Hessen im DFB-Pokal gegen Waldhof Mannheim glich Rebics Vorstellung in der ersten Halbzeit zwar tatsächlich eher einem lauen Sommerkick. Dafür zeigte der Kroate nach der Halbzeit aber, welchen sportlichen Wert er für die Eintracht hat. 13 Minuten, drei Tore, davon zwei äußerst sehenswert – ohne Rebic hätte es für die Hessen in Mannheim wohl eine ordentliche Erstrunden-Bruchlandung gesetzt. "Ein brutaler Spieler. Brutal vorne im Eins gegen Eins", staunte Rebics neuer Mitspieler Erik Durm nach Spielende. Nicht zu Unrecht.

"Stand jetzt ist er Spieler von Eintracht Frankfurt“

Was die Frage nach einem Verbleib Rebics noch drängender macht, als sie ohnehin schon ist. Mit Sébastien Haller und Luka Jovic haben die Hessen bereits derart viel offensive Qualität verloren, dass es nach den Eindrücken des Waldhof-Spiels fast fahrlässig scheint, Rebic auch noch abzugeben. Auch wenn sich die Verantwortlichen betont gelassen geben.

"Wenn ein Spieler vielleicht die Möglichkeit hat, zu einem Topverein zu gehen, dann wird es halt so sein, dass man ihn schwer halten kann", so Hütter, der anschließend noch eine weitere Frankfurter Fußballfloskel bemühte, wenn auch unfreiwillig: "Stand jetzt ist er Spieler von Eintracht Frankfurt.“

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Marco Russ im Interview

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In drei Wochen auch noch? Das kolportierte Interesse Atleticos scheint abgekühlt, auch in Sachen Mailand hört man nichts Konkretes. "Bislang ist kein einziger Club auf uns zugekommen und hat ein schriftliches Angebot hinterlegt", sagte dementsprechend Sportvorstand Fredi Bobic gegenüber der Welt. Und folgerte: "Aktuell gehe ich davon aus, dass er bleibt. Wir hoffen und wünschen es uns auch, dass Ante bleibt." Ähnlich sieht es Rebics Mitspieler Marco Russ im Gespräch mit dem hr-Sport: "Man muss schauen, wie Ante seine Entwicklung sieht. Wir würden uns riesig freuen, wenn er bleibt."

"Ante weiß, was er an der Eintracht hat"

Rebic selbst schweigt. Nach seinem zweiten Tor küsste er vor der Fankurve das Eintracht-Wappen, was immerhin Raum für Spekulationen gibt. Eine Liebeserklärung an den Club und seine Fans, bei denen er seit seinem Final-Doppelpack 2018 ohnehin Legendenstatus genießt? Bobic meint: "Ante weiß, was er an der Eintracht hat. Er weiß den Club und die Fans sehr zu schätzen. Wie sehr ihn die Fans mögen, hat man in Mannheim auch wieder gespürt."

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Die Wahrheit ist aber auch: Ein Rebic in der Form der letzten 20 Minuten ist eine absolute Bereicherung. Ein Rebic in der Form der ersten 20 Minuten ist ein Problem. Schon in der Vorbereitung wirkte der Kroate regelmäßig pomadig und aufreizend lustlos, in Mannheim war er zu Beginn der Partie mehr mit Abwinken beschäftigt denn mit Fußballspielen.

"... dann macht er den Unterschied"

Dass er als schwieriger Kerl gilt, der ab und an einen Tritt in den Hintern braucht, ist bekannt. Oder wie es Sportdirektor Bruno Hübner nach dem Spiel formulierte: "Erst wenn er die Zweikämpfe annimmt, wird seine Qualität sichtbar. Dann macht er den Unterschied." Bliebe die Frage, ob in Frankfurt, Mailand oder doch Madrid.

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